Sternzeichen Fische


Zeitraum des scheinbaren Sonnendurchgangs: 20. Februar – 20. März

Lateinisch: Pisces
Deutsch: Fische
Ekliptikale Länge: 330°–360°

Sensibel, zärtlich und spirituell, aber nicht von dieser Welt leben die Fische ein Leben, in dem es letztlich um die höchste aller Wahrheiten geht: Dass Menschen nämlich nicht wissen können, wie genau das Universum gestaltet ist und sich hinter der einen, gelebten Wirklichkeit meist noch eine andere verbirgt. Kein Zeichen besitzt wie dieses einen unmittelbaren Draht zum Kosmos. Und kein Zeichen kann auch besser seine beinah hellseherischen Fähigkeiten in den Alltag integrieren. Denn die Fische werden von einer Art „göttlichen Sehnsucht getrieben“, mit allem eins zu sein. Intuitiv ahnen sie schon von Geburt an, dass sich in ihrer kleinen Welt die große Welt der Galaxien im All spiegelt. Während in den übergeordneten Geschehnissen der Erde auch ein Stück ihres eigenen Daseins steckt.


Aus all dem ist zu erkennen, wie spirituell ein Fisch schon von seinem ersten Atemzug angelegt ist – auch wenn er es selbst lange nicht von sich weiß. Das Wesen dieses Zeichens unter dem Herrscher des Mitgefühls, Neptun, ist nämlich nicht nur eine sehr tiefgehende, esoterische Klarsicht. Sondern auch ein Hang, bei so viel innerem Wissen, genauso viel auch schnell wieder zu verdrängen. Fische sind die Meister im Wegschauen – wenn sie es wollen – genauso, wie sie die Meister des Hinschauens sein können, sobald sie ihre Lektionen gelernt haben. Armut, Not und Herzeleid erfassen sie instinktiv und haben ein beträchtliches Potenzial in sich, all die negativen Auswirkungen der Welt auch durch persönliche Zuwendung zu heilen. Als Wasserzeichen sind sie äußerst empfindsam für Schwingungen (ähnlich wie Krebs und Skorpion), nur dass ihr Mitempfinden immer auf eine gewisse Art unpersönlich ist. Sie heilen im anderen nämlich das Leiden der Welt, nicht das des Einzelnen. Oft geraten Fische in seelische „Rollenspiele“, in denen Opfer und Retter einander ergänzen. Vor allem in Beziehungen müssen sie darauf achten, dass sie sich nicht immer wieder mit kranken, schwachen oder seelisch labilen Personen umgeben, die ihrer Retter-Mentalität als Bühne dienen. Denn irgendwann ist der Fisch innerlich „ausgeblutet“ und wird dann selbst zum Opfer derer, die er retten wollte.

Da die Vertreter dieses Zeichens keine äußeren Grenzen kennen (die sie gar nicht sehen), wirken sie oft ein wenig orientierungslos (ihr Orientierungssinn ist tatsächlich nur schwach ausgeprägt), schwammig und unklar in ihren Meinungen. Der Grund dafür ist aber nur, dass sie wissen, wie oberflächlich das Bestehen auf eigenen Sichtweisen ist. Denn vor der Ewigkeit, in der sie innerlich leben, existiert weder Zeit, noch Raum. Insofern sind Fische auch selten pünktlich, ordentlich oder halten sich an Verabredungen. Denn all das gehört für sie zum stofflichen Bereich, den sie im tiefsten Kern eigentlich nicht akzeptieren können. Viel wohler fühlen sie sich in den Weiten der Kunst und Musik, im Erkennen psychologischer Muster oder beim Eintauchen in die Bereiche eines Glaubens, den sie für sich gefunden haben. Unter Umständen sind sie von Geburt an hoch religiös.

Künstler und Medien, Zauberer, Narren und im besten Sinne Ver-rückte kommen aus dem Kreis der Fische. Mit ihnen hat das Universum den anderen Tierkreiszeichen einen Menschentyp geschenkt, der immer dort ausschert, wo die Welt zu starr auf vermeintliche Wahrheit besteht. Als Kehrseite des innerlich empfundenen Wissens um die wirklichen Wahrheiten, legt der Fisch manchmal schon in der frühen Jugend einen deutlichen Hang zum Lügen an den Tag. Aber seine Geschichte ist immer wahr, nur eben mit anderen Augen gesehen und mit einem anderen Sinn für Realität erlebt. Wenn Fische neurotisch werden (sie haben einen Hang zu Süchten als Trostpflaster für ihre sensible Seele), geben sie dem Chaos, das manchmal angesichts der harten Zustände um sie herum tobt, in ihrem eigenen Körper Ausdruck. Sollten sie aus dem Ruder geraten, empfiehlt es sich sehr, mit einem spirituellen Berater zu überlegen, wie man die Sehnsucht nach dem Göttlichen, die Magie ihres Empfindens, anders ausdrücken kann, als durch das Chaos, das die Fische unbalanciert um sich herum verbreiten.

Immer benötigen sie einen Sinn in ihrem Leben, der ihr Dasein zum Tempel des Mitgefühls macht. Sie brauchen in ihrem Alltag entweder, dass man sie die kleinen Narkosen, die sie in Tagträumen erleben können, erleben lässt und ihr inneres Weggetretensein wenigstens eine Weile immer wieder akzeptiert. Oder, dass sie – was für sie besser ist – ihren reichhaltigen Schatz an Träumen mit einem liebenden Umfeld teilen dürfen. Niemals bezeichne man sie als Spinner, denn sie werden sich zwar nicht dagegen wehren, aber in einem wirklich notwendigen Bereich ihres Herzens zutiefst verletzt sein.


In der Kindheit benötigen Fische feste (aber abänderbare) Regeln und Routinen, um zu lernen, wie man praktische Dinge, die ihnen nicht liegen, bewältigt, ohne zu viele Reibungsverluste zu erleiden. Oft haben sie schon früh besondere Talente, die man auf keinen Fall verspotten sollte. Ihre Hilfsbereitschaft ist schon in der Jugend sehr groß. Gesundheitlich drohen psychische Krisen, wenn sie ihr ganz spezielles – und einfach anderes – Selbst nicht ungehindert ausleben dürfen. Schwachpunkte sind die Füße und Beine, aber der gesamte seelische Bereich bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Wenn hier positive Samen gelegt werden, entwickelt sich der Fisch zum Poeten der Menschheit, dessen Blick auf uns andere nicht Dichtung, sondern Wahrheit ist.